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Meine Kommentare im Hier, Jetzt und Heute, auch über gestern und morgen.



Schlanker Staat und Kultur

Samstag, 10. November 2007, 13:29 | Politik | von Theddy | Drucken Drucken

So langsam wird ersichtlich, welche Schäden ein „schlanker Staat“ zu verrichten bereit ist. Im Kanton Bern sollen also Kulturstätten, unter denen einige nach der Bezirksreform nicht mehr als Amtssitze der Statthalter dienen, verkauft werden.

Auf dem freien Markt sind zu haben:

  • Aarwangen: Amtshaus und Schloss
  • Belp: Wohnhaus an der Rubigenstrasse 16
  • Schlosswil: Alte Post und Schloss
  • Schwarzenburg: Schloss

Wo die Standortgemeinden das Vorkaufsrecht haben:

  • Belp: Schloss
  • Erlach: Amtshaus
  • La Neuveville: Gebäude Grand’Rue 2
  • Meiringen: Amtshaus
  • Wimmis, Amtshaus
  • Zweisimmen: Schloss Blankenburg

Direktes Angebot an die Standortgemeinde:

  • Belp: Käfigturm
  • Burgdorf: Schloss
  • Büren a.A.: Schloss
  • Laupen: Schloss
  • Trachselwald: Schloss

Quelle

So leichtfertig soll also Kulturgut verschleudert werden, nur damit man schwarze Zahlen schreiben kann. Man kann sich ja vorstellen, dass längst nicht alle Standortgemeinden die finanziellen Möglichkeiten, diese Liegenschaften zu unterhalten. Also einmal mehr ist ganz deutlich zu sehen, was Sparen beim Kanton heisst: Nichts anderes als Abschiebung der Verantwortung und Finanzierung an die Gemeinden. Dass man aber mit Kultur so liederlich umgeht, finde ich schlicht ein Skandal.

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Hund und Jogger

Freitag, 9. November 2007, 17:18 | Alltag | von Theddy | Drucken Drucken

Heute ist es wieder mal geschehen, die famose Begegnung von Hund und Jogger (das war ich). Ich lief da also ziemlich gedankenversunken über den Waldweg. Am nächsten Waldeingang stand ein Auto und beim kurzen Blick in den Kofferraum sah ich eine Hundekiste, das Auto war sonst aber leer. Mein sofortiger Gedanke war, dass da wohl jemand im Wald mit seinem Hund spazieren gegangen ist – so ging schon mal ein Warnlämpchen an. Etwa 10 Minuten später kam mir eine Frau entgegen mit Leine in der Hand – aber weit und breit war kein Hund zu sehen oder zu hören. Während wir uns kreuzten, grüssten wir uns kurz. Mein zweites Warnlämpchen ging an – wo ist der Hund? Doch ich joggte weiter. Etwa 5 Minuten später schien die Sonne direkt von hinten durch das Waldsträsschen – vor mir hatte ich also meinen eigenen langen Schatten. Plötzlich tauchte neben meinem Schatten ein zweiter auf und ich fragte mich sofort, was das soll. Ich drehte mich blitzschnell um und erblickte einen Schäferhund, der im vollen Tempo auf mich zurannte. Ich machte mich gross, er stoppte und kehrte um. Uff – wenn ich den Schatten also nicht gesehen hätte, hätte es mich wohl dieses mal erwischt, denn gehört hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt absolut nichts. Aber vielleicht wolle er ja nur spielen….

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Fehlende Euphorie für die Euro 08

Donnerstag, 8. November 2007, 17:04 | Sport | von Theddy | Drucken Drucken

Ich muss zuerst mit einem Bekenntnis beginnen: Ich bin kein Fussballfan. Dass man jetzt aber mit dem Finger auf die Schweiz zeigt oder verwundert den Kopf schüttelt, weil bei uns zur Zeit von einer Euphorie für die Euro08 noch nicht viel zu spüren ist, finde ich schon etwas krass. Was man in letzten Jahren so alles über Fussball und vor allem über das Drum und Dran lesen konnte, habe ich auch echt etwas Mühe, mich schon Monate zuvor für ein so grosses Event zu freuen. Für die allermeisten Fussballfans läuft die Euro08 ja offenbar sowieso nur vor Grossleinwänden in den Städten oder am TV zu Hause ab, weil die Billets viel zu teuer sind – wenn man überhaupt eines kaufen konnte. Und wenn man sieht, was heute nach einem ganz normalen, einzelnen Fussballspiel so alles abgeht und die Polizei nur für ein Spiel alle Hände voll zu tun kriegt, da kann ich die Bedenken voll verstehen. Zu welchem Preis soll denn da noch Sicherheit sein? Tut man zu wenig in der Vorbereitung und es passiert was, dann wären die Vorwürfe ja riesengross. Sieht man aber viele Szenarien vor und überlegt, wo die Probleme alle liegen könnten, dann wird das wieder als Miesmacherei interpretiert. Nein, ich bin froh, sieht man das nicht all zu euphorisch und bleibt bei der Realität. Das heisst ja dann noch lange nicht, dass man sich an guten – Betonung auf guten – Spielen zur gegebenen Zeit freuen kann.

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Auto ist bereit

Donnerstag, 8. November 2007, 12:00 | Alltag | von Theddy | Drucken Drucken

Das Auto ist jetzt für den Winter bereit – die Winterräder sind montiert und das Wasser für den Scheibenwischer mit dem Zusatz für den Winter ergänzt. Das sollte ja nicht gerade einfrieren, wenn die Temperatur ein paar Grad unter Null sinkt. Wenn es dann mehr als Minus 5 Grad ist, wird das Waschen der Scheiben sowieso zum Problem. Nach der Angabe meiner Garage sind die Pneus noch in Ordnung, müssen also für die kommende kalte Saison noch nicht ersetzt werden. Dann habe ich auch die Schachtel, die immer im Kofferraum liegt, mit Handbesen, Kratzer und Handschuhen ergänzt.Sonst enthält sie noch eine Warnweste und Haushaltpapier. Da war ich schon manchmal froh darüber. Weiter habe ich auch die Verpackung mit den Schneeketten in den Kofferraum gelegt – ich meine noch zu wissen, wie man sie braucht. Im letzten Winter kamen sie nie zum Einsatz – im Winter davor musste ich sie hingegen öfters montieren, das ging dann jeweils sehr schnell. Da bewahrheitete sich mal wieder das Sprichwort, dass die Übung den Meister ausmacht. Zur Zeit sieht es aber eigentlich nicht so nach Winter aus – auch heute scheint wieder die Sonne. Morgen könnte es aber tatsächlich schon wichtig sein, die Winterpneus montiert zu haben:

Am Freitag Schnee- und Graupelschauer bis ins Flachland, auch Gewitter. Dazu stürmisch, um 8 Grad. Am Wochenende und am Montag weiterhin wechselhaft und windig, Schneefallgrenze zwischen 700 und 1200 m schwankend.

Warten wir es ab – am Montag hätte es nach Prognose auch Regen geben sollen, da war aber kein einziger Tropfen zu spüren.

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Zug fahren und arbeiten

Mittwoch, 7. November 2007, 21:22 | Alltag | von Theddy | Drucken Drucken

Ich fahre nicht jeden Tag am Morgen mit dem Zug von A nach B und am Abend wieder die gleiche Strecke zurück – ich bin also kein Pendler. Vielleicht würde ich es als Pendler schaffen, im Zug zu arbeiten, Bücher zu lesen, Texte zu schreiben oder vielleicht den Laptop auf den Knien zu halten und irgendwelche Excel-Tabellen auszufüllen oder einen Serienbrief aufzusetzen. Online-Verbindungen via GPRS oder UMTS wären mir aber auch so viel zu teuer – also doch kein Internet im Zug. Aber als Ab-und-zu-Zugfahrer gelingt mir das Arbeiten einfach nicht. Ich gebe es zu – da gibt es immer mal wieder ein paar interessante Gesprächsfetzen zu belauschen – für mich ist das jeweils ein kurzer Einblick in das Leben anderer. Oder dort klingelt wieder mal ein Handy und mir fällt es schwer, einfach wegzuhören – vom Gespräch bekommt man ja eh nicht viel mit, weil man nur eine Seite hört. Oder ich blicke durchs Fenster und sehe, wie sich die Landschaft seit dem letzten Mal verändert hat. Hin und wieder mache ich auch einen kurzen Schlaf – ich darf einfach die Station zum Aussteigen nicht verpassen. Man könnte jetzt sagen, ich würde die Zeit nicht richtig nutzen. Ja stimmt, aber muss man das denn immer?

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Wer spricht wann was?

Dienstag, 6. November 2007, 16:30 | Alltag | von Theddy | Drucken Drucken

Heute erlebte ich im Warenhaus etwas Eigenartiges. Ich suchte die Papiertaschentücher, fand sie aber nicht. Also fragte ich eine Verkäuferin, die da gerade ein Gestell auffüllte: „Grüezi, chönd si mir säge, wo d Papiernastüecher sind?“ Die Antwort war: „Wie bitte?“. Ich wiederholte meine Frage und merkte, dass die Verkäuferin wohl aus Deutschland kommt. Auch das zweite Mal verstand sie nicht. Also sagte ich es halt auf Schriftdeutsch: „Können Sie mir bitte sagen, wo ich die Papiertaschentücher finde?“ Ich bekam dann die nötige Antwort.

Aber irgendwie schon komisch – ich muss mich im Geschäft in meiner Stadt in einer Fremdsprache ausdrücken, wenn ich etwas suche. Damit habe ich jetzt aber tatsächlich meine Mühe.

Mir kam dann ein Artikel in den Sinn, in dem sich kürzlich eine Frau aus Deutschland, die bei uns lebt und arbeitet, auch genau über dieses Problem ihre Gedanken gemacht hatte. Und ich sehe es genauso, wie sie: Für Touristen, die also nur kurz bei uns sind, passe ich mich gerne an und spreche gerne ihre Sprache (wenn ich sie kann), um ihnen eine Frage zu beantworten oder irgend eine Hilfe zu geben. Aber wenn jemand aus dem Ausland bei uns lebt und arbeitet, dann soll er oder sie bitte unsere Sprache verstehen können. Ich verlange nicht, dass ein Deutscher oder eine Französin auch Schweizerdeutsch spricht – aber ich möchte verstanden werden, wenn ich was frage.

Liberalisierung und höhere Preise

Dienstag, 6. November 2007, 12:00 | Politik | von Theddy | Drucken Drucken

Was höre ich da gerade in den Nachrichten? Nach der Liberalisierung der Strommarktes würden die Preise steigen, so Axpo-Chef Heinz Karrer – kurzfristig um 10% und längerfristig sogar um 50%. Ja was nun jetzt? Hat man uns nicht ständig vorgebetet, dass eine Liberalisierung für tiefere Preise für den Konsumenten sorgen würde – weil da nämlich jetzt ein „Markt“ entstünde und verschiedene Anbieter die Energie anbieten könnten. Beim Strom konnte ich mir das bisher zwar eigentlich nicht so richtig vorstellen – es gibt ja nur 4 Drähte (3 Phasen und der Nullleiter), die im Kabel in mein Haus gelangen. Wie soll jetzt da plötzlich ein anderer Anbieter mir Strom liefern können? Oder geht man soweit, dass die Kabel einer Firma gehören und die Energie von verschiedenen anderen geliefert werden wird? Aber eben, es hiess immer, dass eine Liberalisierung für den Konsumenten nur Vorteile bringen würde – bei Preiserhöhungen von 10 bis 50 Prozent stimmt das ganz offensichtlich nicht mehr.

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WordPress eklig langsam

Montag, 5. November 2007, 22:11 | WordPress | von Theddy | Drucken Drucken

Heute fällt mir auf, dass WordPress 2.3.1 so langsam geworden ist – genauer gesagt ist es die Administrator-Umgebung. Sobald man eingeloggt ist, um Änderungen in der Konfiguration zu machen (z.B. Themen ändern oder Plugins de-aktiveren) oder einen Beitrag zu schreiben, geht es hier eine Ewigkeit, bis die entsprechende Seite dargestellt wird. Ich weiss wirklich nicht, woran das liegt.

Ich habe mal alle Plugins, die ich nicht aktiviert habe, auf dem Server gelöscht. Dann habe ich alle Themen, ausser der aktiven, ebenfalls gelöscht. Dann habe ich die beiden Plugins geladen, damit WordPress nicht „nach Hause telefoniert“. Aber das hat bisher überhaupt nichts gebracht – der Seitenaufbau in der Administrations-Umgebung bleibt gähnend langsam. Der Seitenaufbau des Blogs ist aber normal – das geht nicht länger als sonst. Was ist da los?

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