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Religion und Gewalt

Freitag, 13. Oktober 2006, 20:23 | Religion | von Theddy | Drucken Drucken

[Erster Versuch landete irgendwo, also zweiter Versuch]

Diese Stichworte und ihre Verbindung hat ja heute Konjunktur. Ich habe im heutigen „Tages Anzeiger“ ein Interview (online leider nicht gefunden) mit dem (ehemals katholischen) Theologen Eugen Drewermann gelesen und ich war sehr beeindruckt – nicht zuletzt, weil ich ganz ähnliche Gedanken habe.

Zum Beispiel: Es wird niemals funktionieren können, den Terrorismus mit (Staats-)Terror bekämpfen zu wollen – das sieht nach zu langer Zeit offenbar und nach all den schmerzlichen Verlusten langsam auch die Administration Bush ein. Gewalt und Terror ist immer ein Re-Aktion. Was der Westen gegenüber dem Osten schon alles an „Terror“ verübt hat, muss da wohl nicht aufgezählt werden (sei es in der Geschichte, sei es heute) – es wird aber selbstverständlich nicht mit der Bezeichnung „Terror“ versehen. Wenn da endlich ein Denkprozess in Gang kommen könnte – in Politik und auch im Bereich des Christentums – dass „Dialog“ nicht eine Einbahnstrasse ist, auf der nur die westliche Seite das Sagen und Befehlen hat, dann wäre schon viel gewonnen. Im „Kampf gegen den Terror“ wird heute immer nur Symptombekämpfung gemacht und sie wird überall noch verstärkt, bis hin zu Lauschangriffen und Einschränkung der Freiheit des normalen Bürgers – aber noch ganz selten habe ich von Ursachenforschung gehört – und solche Ursachen gibt es zu Hauf – und nicht nur auf der Gegenseite. Aber solange das alles ausgeblendet wird, wird dieser Dialog auch nicht zustande kommen können.

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