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Tolle Zukunft der Politik

Sonntag, 28. Oktober 2007, 14:41 | Politik | von Theddy | Drucken Drucken

Ein paar Zeilen aus der Presse von gestern Samstag zu den Demissionen der Präsidenten der SVP und der SP.

Zu Hans-Jürg Fehr:

Der SP-Präsident, der für das Politikgeschäft stets etwas zu anständig und feinfühlig wirkt…

«Ich werde ein Teamplayer sein», beteuerte der Schaffhauser bei seiner Wahl. Und das war er in der Tat. Es ging ihm nie darum, sich selbst ins Zentrum zu stellen. Stattdessen rackerte er sich für seine Partei ab und schaffte es, alle Kräfte zu integrieren.

Über Adrian Amstutz, möglicher Nachfolger von Ueli Maurer:

„Politiker sind nicht dazu da, liebe zu sein“.

Ein selbstbewusster Scharfmacher mit wachsenden Ambitionen.

Ach so, in diese Art und Weise, die die SVP in diesem Wahlkampf vorgegeben hat und im Nachhinein sogar noch als „professionelle“ Kommunikation gerühmt wird, soll es also weiter gehen. Keine Diskussionen mehr über Sachfragen, sondern nur noch „Scharfmacherei“ und Personenkult. Keine „fehre“ Politik mehr, sondern Schlammschlachten, gehässiges Gegeneinander. Da wird also „anständig und feinfühlig“ zu sein, negativ bewertet und als Nachteil bezeichnet.

Tja, da kann man sich also auf eine „tolle“ Zukunft der Schweizer Politik freuen. Toll aber hier nicht im Sinn von erfreulich und gut, sondern im wahren Sinn des Wortes: Politik scheint nun also definitiv Tollheit und das Parlament zu einem Tollhaus zu verkommen.

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