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Tag der Toleranz

Freitag, 16. November 2007, 23:51 | Gesellschaft | von Theddy | Drucken Drucken

In der Hektik des heutigen Tages ging es fast vergessen: Heute war ja „der Tag der Toleranz“, den die UNESCO am 16. November 1995 ausgerufen hatte.

Toleranz – ein Begriff, der hie und da zu hören ist aber sehr oft auch missverstanden wird. Toleranz hat wenig mit Weghören und Wegsehen zu tun. Toleranz ist auch nicht gleichbedeutend mit Gleichgültigkeit. Toleranz kommt vom lateinischen Wort „tolerare“, was „ertragen“ oder auch „aushalten“ heisst. Es ist also etwas Aktives, das von mir verlangt ist – ich muss andere Meinungen, Religionen, politische Ansichten usw. „ertragen“, muss also akzeptieren lernen, dass es in der Beurteilung von „Wahrheit“ nicht nur meine Sicht gibt. Eine Aussage, die quasi eine Probe darstellt: Toleranz ist, wenn ich der Gegenseite noch eine Chance lasse, doch recht zu haben. Oder anders: Behandle den anderen so, wie du behandelt werden willst.

Das Problem der Toleranz aber bleibt die Intoleranz. Was mache ich – wenn ich tolerant sein will, mit einem Menschen, der mir gegenüber intolerant ist? Ganz so einfach ist es also nicht immer. Toleranz hat auch eine Schwelle, eine Grenze, bis zu der ich zu gehen bereit bin – nachher wird es schwierig.

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