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Jung und verletzt

Samstag, 21. Oktober 2006, 11:16 | Sport | von Theddy | Drucken Drucken

Ich lese da gerade in einer Zeitschrift über eine repräsentative Studie zu Sportverletzungen in Deutschland an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Ein Resultat, das man(n) fast zu erwarten hatte: Männer zwischen 18 und 30 Jahren haben das höchste Verletzungsrisiko, weil sie gern aggressive Ball- und Kampfsportarten ausüben. Frauen in diesen Alterskategorien haben einen 4x geringeren Index von Sportverletzungen in Prozenten. Und das erstaunliche Resultat: Untrainierte Sporttreibende haben kein höheres Verletzungsrisiko als trainierte. Was heisst das nun? Training verhindert also keine Verletzungen? Müsste man also wieder mal sagen, dass Sport (auch) ungesund sei? Hmm – diese Auffassung wird mir wieder von einer anderen Stimme, die sich für das Sporttreiben einsetzt, als faule Ausrede bezeichnet:

Sportunfälle treten hauptsächlich dann gehäuft auf, wenn sich die Sporttreibenden schlecht auf den Sport vorbereiten. Man kann eine inaktive Woche nicht mit einer Stunde Spitzensport am Wochenende kompensieren, das wäre tatsächlich gesundheitlich kontraproduktiv. Wir werben hier für regelmässige und stimulierende Bewegung. Die Unfallgefahr ist dabei gering, der gesundheitliche Gewinn gross.

Tja, was nun? Wohl wieder mal die uralte Erkenntnis von der Ausgewogenheit. Das würde dann heissen: Bewegung, vielleicht sogar leichtes Training, aber nicht unbedingt „aggressive Ball- und Kampfsportarten“. Ja nun, wir werden sehen…

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